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Weihnachten in den Philippinen - Sitten und Bräuche

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Obwohl der größte Teil der Bevölkerung in den Philippinen katholisch ist, sind doch etwas unterschiedliche Bräuche zwischen der deutschen Variante des Weihnachtsfestes und dem Weihnachtsfest in den Philippinen zu finden. Hier ein paar Hintergrundinformationen.

Weihnachten in den Philippinen

Regional unterschiedlich ausgeprägt
Nehmen wir zunächst die allgemeine Weihnachtstradition. Darin startet Weihnachten bereits am 16. Dezember mit dem sogenannten "Simbang Gabi". Hierbei handelt es sich um eine Folge von 9 Frühmessen, die jeweils morgens um 4:00 beginnen.

Dies ist dann auch die Zeit, in der Kinder, aber auch Erwachsene, in Gruppen in den Straßen anzutreffen sind und mit Gesang oder einfachem, rhythmischen Klatschen und "Merry Christmas" Rufen auf kleine Gaben wie Süßigkeiten oder geringe Geldbeträge hoffen. 

In dieser Zeit finden dann auch diverse Wettbewerbe statt, um z.B. die Weihnachtskönigin eines Purok zu ermitteln. Hierbei werden dann Geldspenden gesammelt, die am Schluss dem Stadtkreis zur Verfügung stehen, um gemeinschaftliche Ausgaben davon zu bestreiten. Typische Verwendungen sind hiermit finanzierte Beleuchtungen für Straßen oder die Errichtung eines Basketball Feldes.

Weihnachten oder "Pasko" in Filipino ist das meist erwartete Ereignis in den Philippinen, wobei der 24. Dezember ganz der Vorbereitung des großen Festessen um Mitternacht gewidmet ist. Nach der Weihnachtsmesse, an der traditionell alle Familienmitglieder teilnehmen, beginnt das große Festessen unterm Weihnachtsbaum. Es ist die Nacht, die "Noche Buena" genannt wird und für die gesamte Familie der Höhepunkt des Weihnachtsfestes darstellt.

Für die Kinder jedoch ist der folgende 25. Dezember der wahre Höhepunkt. Es wird früh morgens aufgestanden, die neuesten Bekleidungsstücke werden ausgewählt und stolz zur Frühmesse getragen. Nicht zu vergessen: Eine große Geldbörse oder zumindest eine geeignete Handtasche denn nach der Messe besucht man die wichtigsten Verwandten wie: Patentante "Ninang" und Patenonkel "Ninong", Opa und Oma sowie Onkel und Tanten und was sonst noch an Verwandten zu besuchen geht um hier mit der landesüblichen Ehrbezeugung Älteren gegenüber, dem "Mano" im Anschluss das langersehnte Weihnachtsgeld oder weitere Geschenke einzusammeln. Für die Ehrbezeugung "Mano" oder auch "Pagmamano" nimmt das Kind die Hand des Erwachsenen und führt sie zur eigenen Stirn, wobei es sich der Hand entgegenbeugt.

Egal, wie Weihnachten im Einzelnen gefeiert wird. Eines steht fest: Es ist ein großes Ereignis für die gesamte Familie und ganz besonders, wenn es um eine Möglichkeit geht, entfernte Verwandte und Familienmitglieder wieder zu treffen.

Einblick in unser 1. Weihnachtsfest
Weihnachten Mein erstes Weihnachtsfest im Kreise meiner neuen Familie kam meiner Vorstellung sehr weit entgegen. Kein Weihnachtsbaum, kein Stress mit Kirchgang und nur wenig Arbeit für Tess mit den Kindern, "Pansit" zuzubereiten. Pansit ist ein Nudelgericht mit Reisnudeln und ein wenig Gemüse sowie etwas Fleisch. Die Zeit bis Mitternacht habe ich mit YouTube Videos verbracht. Andere haben ein Nickerchen gemacht. Gegen Mitternacht gab es dann Pansit und "Red Horse" Bier für mich... und auf Wunsch von Tess "Dinner for one" auf YouTube, was für viel Vergnügen hier gesorgt hat.

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