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Die Philippinen: Das Schiffsunglück der MV Doña Paz forderte mehr als 4.300 Opfer

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Am 20. Dezember 1987 sank die philippinische Fähre MV Doña Paz nach einer Kollision mit dem Tanker MT Vector. Dieses Unglück ging in die Geschichte ein als das Unglück mit der höchsten Anzahl an Todesopern bei einem Schiffsunglück in Friedenszeiten.

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Dona Paz
MV Dona Paz aufgenommen 1984 in Tacloban von "lindsaybridge"

MV Doña Paz
Am Morgen des 20. Dezember 1987 verließ die MV Doña Paz gegen 6:30 den Hafen von Tacloban, Leyte mit dem Ziel Manila. Die Route sollte über Catbalogan City, Samar führen. Die geschätzte Ankunftszeit in Manila war am 21. Dezember gegen 4:00. Wie aus den offiziellen Aufzeichnungen zu entnehmen ist, befanden sich 59 Personen als Besatzung sowie 1.493 Passagiere an Bord.

Die tatsächliche Anzahl der Passagiere, die sich vermutlich an Bord befanden, wird nach offiziellen Schätzungen jedoch mit mehr als 4.300 beziffert und für wahrscheinlich gehalten. Die MV Doña Paz hatte zwei zusätzliche Tage lang im Hafen von Tacloban wegen eines Taifun gelegen und während dieser Zeit fortwährend weitere Passagiere aufgenommen, die unbedingt noch zu Weihnachten nach Hause wollten. Diese Passagiere erhielten jedoch erst an Bord ihre Tickets und erschienen somit nicht mehr in der offiziellen Passagierliste.

MT Vector
Am Morgen des 19. Dezember 1987 verließ der Tanker MT Vector gegen 8:00 den Hafen Limay, Bataan mit dem Ziel Masbate. Er hatte in Fässern 8.800 Barrel (ca. 1.399.088 Liter) brennbarer Flüssigkeiten (Petrochemische Produkte) geladen. An Bord befanden sich 13 Besatzungsmitglieder.

Das Unglück
In der Nacht des 20. Dezember 1987 gegen 22:30 rammte der Tanker MT Vector bei klarer Sicht, aber rauer See, mit voller Fahrt die MV Doña Paz auf der linken Seite. Kurz nach der Kollision gerieten erste Fässer der Ladung in Brand. Das Feuer breitete sich schnell auf der MT Vector aus, entzündete weitere Fässer und sprang schnell auf die MV Doña Paz über. Gleichzeitig entluden sich große Teile der brennenden Ladung ins Meer, was all denen zum Verhängnis wurde, die versuchten, sich mit einem Sprung über die Reling vom brennenden Schiff zu retten. Nur wenigen Menschen gelang es, unter dem brennenden Meer durchzutauchen. Insgesamt konnten lediglich 24 Passagiere der Doña Paz sowie 2 Mitglieder der Besatzung der Vector zum Teil mit schweren Verbrennungen gerettet werden.



Damit gilt dieses Schiffsunglück als das Unglück, welches in Friedenszeiten die meisten Todesopfer forderte.

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