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Die Philippinen: In einem Land ohne Sozialhilfe ist Geld verdienen unerlässlich

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Ich kann mich daran erinnern, wenn es um die "Servicewüste" Deutschland geht, wird Asien gerne als Vorbild für guten Service herangezogen. Das ist eine verklärte Sichtweise.

Der tägliche Kampf ums Überleben

Der asiatische "Generationenvertrag"
Während in Deutschland darüber gestöhnt wird, dass nicht genügend Kinder auf die Welt kommen um mit ihrem Einkommen später die Rente der älteren Bevölkerung zu sichern, stöhnt Asien über die hohe Anzahl von Geburten. Denn hierzulande gibt es für die normale Bevölkerung keine Rente. Somit stellen eine Menge möglichst gut verdienender Kinder die einzige Altersversorgung dar. Dadurch, und durch die fehlenden Einkommensmöglichkeiten im eigenen Land, werden diese wiederum gezwungen, in fremden Landen den notwendigen Unterhalt für sich und ihre Verwandten zu verdienen. Um im dortigen, fremden Land, eine Beschäftigung zu finden, müssen oftmals erschreckende Umstände in Kauf genommen werden. Das solche Menschen dann womöglich als Beispiel für guten Service herangezogen werden, weil sie aus Armut zu vielen Anstrengungen bereit sind, um auch nur die geringste Chance auf einen Verdienst wahrzunehmen, halte ich dann für sehr zweifelhaft. Aber... bleiben wir im Lande und schauen uns dort etwas um.

Einfallsreichtum schafft Einkommen
Fahrender Händler mit Korbwaren In Deutschland lautet ein Sprichwort: Not macht erfinderisch. Und dies ist die wirkliche Stärke der Asiaten. Natürlich auch die ihnen nachgesagte Leidensfähigkeit. Jedoch möchte ich auf dieser Seite eine positive Stimmung verbreiten und über die vielen kleinen Möglichkeiten berichten, die es hierzulande vielen Menschen ermöglichen, wenn auch ein bescheidenes, dafür häufig sehr harmonisches Leben im Kreise der eigenen Familie zu leben.

Erinnern sie sich noch an die Zeit, als der Scherenschleifer durch die Straßen zog? Können sie sich noch an den Granathändler Freitags mit dem Schubkarren erinnern? Die Flasche frische Milch frühmorgens neben der Haustür? Oder an das "Fahrende Volk", dass vor Ort Teppiche reinigte? All dies und noch viel mehr haben sich die Deutschen wegrationalisiert oder durch Auflagen unrentabel gemacht. Hier in den Philippinen funktioniert es noch. Unterstützt auch durch die Steuerpolitik. Mobile Kleinunternehmer 'small business' sind steuerbefreit.

Vom täglichen Bedarf bis exotisch 
Händler mit Plastikwaren Beobachten wir doch mal, was an einem ganz normalen Tag regelmäßig in Coyacoy alles angeboten wird. Es beginnt gegen 6:30 mit dem Händler auf dem Fahrrad: Pandisal. Die philippinische Brötchenvariante. Zu der Zeit ist Tante Josi bereits unterwegs um ihre Waren einzukaufen. Sie kommt so gegen 8:00 mit ihrem "Tribike" um frisches Gemüse und Obst von Haus zu Haus anzubieten. Der Sari-Sari Store von Tante Felly ist ebenfalls bereits seit 5:00 geöffnet und bietet dort viele Sachen des täglichen Bedarf an. Ich gehe darauf später noch ein. Dann kommt auch schon der Händler mit seinen beiden Metallkübeln um Taho anzubieten. Rechtzeitig vor Lunchtime (Zeit zum Mittagessen) kommt auch der Mann mit dem frischen Fisch. Spätestens nach dem Mittagessen wird Eis am Stil als kleine Erfrischung angeboten. Gegen 16:00 ist "Snack time". Zu dieser Zeit werden teilweise abwechselnd diverse Nachbarn aktiv, um kleine Snacks oder Barbecue für dieses Ereignis anzubieten. Spät am Abend oder oftmals in der Nacht hört man als letztes Angebot den Ruf des Balut Händlers.

Besondere Höhepunkte
Pandisal Händler Oftmals als besonders aufregend werden die fahrenden oder laufenden Händler betrachtet, da sie teilweise Verbrauchsmaterialien des täglichen Bedarf oder z.B. Spielwaren bis vor die Haustür anbieten. Was gibt es da so? Fahrende Händler habe ich bereits ein paar Beispiele mit Foto gezeigt: Korbwaren, Spielwaren (jedes Teil nur 20 PHP) oder normale Plastikartikel wie Wannen, Schalen und Schüsseln, Teller, Trichter und Siebe und noch vieles mehr.

Zusätzlich werden immer wieder mal laufende Händler gesichtet, die z.B. 3-teilige, dünne Schaumstoffmatratzen anbieten, Teppiche, Handtücher oder Töpfe (Kaserola) sowie klappbare Tische, Kunststofftische als Set mit 4 Plastikstühlen sowie als besonderen Höhepunkt: Ein Händler, der mit einem ca. 1m breiten Schrank durch die Gegend wandert, bis er ihn verkaufen konnte. Hier paaren sich dann Notwendigkeit und Leidensfähigkeit, da diese Form des Lebensunterhalt verdienen unsere Vorstellungen wohl weit überschreitet.





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