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Die Philippinen: Bankgeschäfte für Jedermann? - Praktisch nicht möglich!

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Obwohl die Regierung sich das ehrgeizige Ziel gesetzt hatte, bis zum Jahre 2016 die Anzahl der Bankkonten auf 750 je 100.000 Einwohner zu erhöhen, liegen die aktuellen Zahlen weit ab.

Bankkonten und bargeldloser Geldverkehr

Bankendichte
Die aktuelle Regierung (2012 - 2016) hatte sich zu Beginn der Amtsperiode dafür stark gemacht, den Bargeldverkehr durch eine höhere Verfügbarkeit von Bankkonten speziell auch im privaten Bereich deutlich zu reduzieren. Dafür sollte unter Anderem die Dichte der verfügbaren Bankfilialen erheblich erhöht werden. Angestrebt war eine Dichte von mindesten 6 Filialen je Stadt oder Gemeinde. Dieses Ziel wurde bereits am Ende des Jahres 2012 erreicht.

Bankkonten
Einhergehend mit dem Ziel, mehr Bankfilialen verfügbar zu machen, war auch das Ziel ausgegeben worden, mindestens 750 von 100.000 Einwohnern ein Bankkonto zugänglich zu machen. Dieses Ziel liegt noch weit hinter den Erwartungen zurück. Nach einer aktuellen Studie der Nationalen Wirtschaft- und Entwicklungs- Behörde "National Economic and Development Authority's (NEDA)" erreichen die Zahlen der Kontoinhaber aktuell in 2013 erst 41 von 100.000.

Stellenwert Bargeld
Bargeld bestimmt seit jeher das Leben in den Philippinen. Bargeldlose Zahlungen sind bei den täglichen Geschäften nicht wirklich sinnvoll. So der Glaube der Filipino. Allerdings ist diese Meinung natürlich aus der Tatsache entstanden, dass Banken in den Philippinen kaum für den "Normalbürger" erreichbar waren. Und so geht man denn mit Bargeld zum Markt, zum Arzt, zur Werkstatt oder in sonstige Geschäfte für den täglichen Einkauf.

Es dürfte schwer zu vermitteln sein, sein Geld einer Bank anzuvertrauen, wenn Einlagen dort allerhöchsten zu einem Maximalbetrag von z.B. 250.000 PHP abgesichert sind. Viele Banken, z.B. "Rural"-Filialen sind sogenannte Genossenschaftsbanken. Einlagen dort sind überhaupt nicht abgesichert. Eine Bankenaufsicht greift dort auch nicht wirklich.

Bargeldloser Zahlungsverkehr
Wer, aus welchem Grunde auch immer, zu den wenigen privilegierten Personen gehört, die ein Bankkonto besitzen, kann damit selten mehr machen als am Geldautomat (ATM) Bargeld abzuheben. Debitkarteninhaber können damit immerhin in diversen Geschäften wie mit einer EC Karte bezahlen. Für die monatliche Stromrechnung stehen z.B. extra regionale Einzahlungsstellen zur Verfügung. Die monatliche Rechnung für den Internetzugang (so vorhanden) oder Telefonrechnung wird ebenfalls bar bezahlt. Eine erste, mir bekannte Ausnahme: smartbro z.B. bietet als alternative Zahlungsmethode auch Überweisung an.

Ergänzender Nachtrag: Inzwischen gibt es schon für etliche Arten von Empfängern die Möglichkeit, Geld via Banküberweisung zu erhalten. Allerdings ist dies nicht vergleichbar mit dem europäischen System. Ich erläutere das System später genauer.

Unglaublich... aber wahr!
Zum Abschluss möchte ich noch auf folgende Tatsache, die schon fast unglaublich klingt, aber leider den aktuellen Zustand was das Bankenwesen und den Zahlungsverkehr angeht, hinweisen. Sie können ihr Kind zwar online in einer der besten Universitäten in Manila anmelden, um jedoch die jedes Halbjahr fällige Einschreibegebühr "Enrollment fee" zu bezahlen, müssen Sie (oder ihr Kind) sich z.B. mit 38.000 PHP Bargeld auf den Weg zur Uni machen, um dort in einer Schlange vor dem Einzahlungsschalter darauf zu warten, die Gebühr bezahlen zu können, da die Universität über kein Bankkonto für derartige Vorgänge besitzt.





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